Beschreibung
Freud bezeichnete 1937 Regieren, Erziehen und Analysieren als „unmögliche Berufe“. Lacan ordnete sie den Diskursen des Herrn, der Universität und des Analytikers zu. Unsere Veranstaltung nimmt diese „Unmöglichkeiten“ in den Blick:
Im Spätneoliberalismus erscheint Regieren zunehmend als Regieren der Krise – durch Krise, wie Gouvernementalitätstheorien zeigen.
In der Psychoanalyse steht das Subjekt einem konstitutiven Trauma gegenüber – die Formel „Liebe dein Symptom wie dich selbst“ verweist auf einen Umgang, der nicht auf Auflösung zielt.
Auch in der Pädagogik zeigt sich: Die Widerständigkeit der Lernenden verschiebt das Ziel des Erziehens immer wieder neu.
Was heißt es, dass diese Aufgaben unmöglich sind – und was eröffnet sich gerade dadurch? Ermutigen uns diese Unmöglichkeiten zu offeneren, wagemutigeren Konzepten von Gesellschaft und Subjektwerdung?
Nach einem kurzen Input der Referent*innen folgt ein gemeinsames Gespräch mit den Teilnehmenden auf Basis eines kurzen Textes.
Referent / Referentin
Elizabeth Högger Klaus
ist Psychoanalytikerin und Co-Präsidentin von Entresol. Sie hat Psychologie und Philosophie an der Universität Zürich studiert und ist in eigener psychoanalytischer Praxis tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Trauma und Transkulturalität, mit besonderem Interesse an den Wechselwirkungen zwischen intrapsychischen Prozessen und sozialen und politischen Kontexten.
Gregorio Demarchi
Philosoph und Vorstandsmitglied bei Entresol. Er hat in Neuchâtel, Zürich und Jena studiert und ist gegenwärtig an unterschiedlichen Institutionen als Lehrperson tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der politischen Philosophie der frühen Neuzeit (Spinoza, Hobbes) und der späten Moderne (Foucault, «Italian Theory»). Er interessiert sich vor allem dafür, wie sich Krisen auf Institutionen und Denkweisen auswirken.
Infos
Ort: Sphères, Hardturmstrasse 66, 8005 Zürich – Raum 68
Beginn: 20:00 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Eintritt: frei
Kontakt: info@entresol.ch
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