Programm 2026sortiert nach Ort
Herzlich willkommen zur 11. Langen Nacht der Philosophie! Zum Auftakt entzünden wir um Mitternacht die Fackel der Weisheit und eröffnen damit 24 Stunden voller Fragen, Gedanken und Begegnungen. Unter dem Motto «Wissenschaft und Philosophie» wandert sie symbolisch von Veranstaltung zu Veranstaltung und begleitet uns durch einen ganzen Tag des gemeinsamen Denkens. Lasst uns gemeinsam staunen, diskutieren und neue Perspektiven entdecken.
Der Blick in den Nachthimmel führt uns an die Grenzen unseres Wissens und zu den grossen Fragen der Philosophie: Woher kommt das Universum? Was können wir über seine Geheimnisse erfahren? Der Astronom Jos Kohn nimmt uns mit auf eine Reise durch das Universum. Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und philosophischem Staunen.
In diesem Workshop entdecken wir gemeinsam die Welt der Symbole. Anhand konkreter Beispiele fragen wir, wie Symbole entstehen, welche Bedeutungen sie tragen und was sie über unseren Blick auf die Welt verraten.
Im Austausch verbinden wir wissenschaftliche Perspektiven mit philosophischen Fragen – zwischen Wissen und Intuition, Sichtbarem und Unsichtbarem.
Beim philoLUNCH verbinden wir kulinarischen Genuss mit geistiger Nahrung. Inspiriert von Wissenschaftlern wie Albert Einstein, Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger gehen wir den philosophischen Fragen hinter ihren Erkenntnissen nach: Was ist Wirklichkeit? Was können wir wissen? Und welchen Platz nimmt der Mensch im Universum ein? Wir schaffen einen offenen Raum für gute Gespräche, neue Perspektiven und gemeinsames Weiterdenken – bei einem Mini-Lunch, der Körper und Geist nährt.
Warum? Weshalb? Wieso? Genau mit solchen Fragen beginnen Wissenschaft und Philosophie. In diesem Workshop für Kinder von 4 bis 7 Jahren (mit Begleitung) entdecken wir gemeinsam ein Bilderbuch, staunen, erzählen und stellen spielerisch Fragen über die Welt. Anschliessend wird kreativ gestaltet, ausprobiert und weitergeforscht. Ein fröhlicher Einstieg ins Denken, Entdecken und Philosophieren.
Was unterscheidet Lebendiges vom Unbelebten? Lässt sich Leben vollständig durch Zellen, Gene und Stoffwechsel erklären? Die Biologin Dr. Nathalie Tisch verbindet Erkenntnisse der modernen Biologie mit philosophischen Fragen über Selbstorganisation, Organismen und die Grenzen wissenschaftlicher Erklärungen. Ein Vortrag über eines der grössten Geheimnisse überhaupt: das Leben selbst.
In Vortrag und Diskussion geht es um die Frage «Warum Krieg?», auf die der Briefwechsel zwischen Einstein und Freud im Jahre 1932 konzentriert war. Ein Dokument der Aufklärung und des Humanismus, enthält er Denkanstöße für die gegenwärtigen Debatten und auch rätselhaft anmutende Erwägungen, die es Schritt für Schritt zu entschlüsseln gilt.
Weder der Mensch, noch unsere Gesellschaft, noch die Welt funktionieren wie ein Uhrwerk, in dem jeweils ein Rädchen die Drehung des nächsten verursacht – eine Vorstellung, die über Jahrhunderte unsere Kultur und die moderne Wissenschaft geprägt hat. Auf der Suche nach «dem einen Grund», verlieren wir uns oft in einem Labyrinth komplexer Mechanismen, aufgrund einer Erwartungshaltung, dass es ein einfaches Ursache-Wirkungs-Prinzip gibt. Wie können wir etwas verstehen und verändern, ohne dass uns die Komplexität in die Irre führt? Kommen Sie vorbei und denken Sie mit!
In einer konstruktiven Diskussion geht es nicht so sehr darum, die eigene Position um jeden Preis durchzudrücken, sondern voneinander lernen. Trainiere also in dieser Session deine philosophischen Rhetorikompetenzen und trage damit zu einer besseren Diskussionskultur in deinem Umfeld und darüber hinaus bei.
Technologische Innovation, wie wir sie heute betreiben, erschafft ständig mehr und gravierendere Probleme. Könnten wir mit diesen Problemen +/- umgehen, müsste nichts Grundsätzliches in Frage gestellt werden. Doch tatsächlich kommen wir mit ihnen immer schlechter zurecht. Ist es daher Zeit, unsere technologische Entwicklung anders anzugehen?
Wir haben das Funktionieren perfektioniert, aber das bewusste Sein verlernt. Wir ertrinken in Modellen und ersticken im Stress. Dieses interaktive Gefäss verbindet Neurobiologie, Integrale Theorie und phänomenologische Praxis. Ein spitzbübischer, tiefgründiger Weckruf für alle, die wieder echt leben wollen.
Inwiefern beeinflussen Zeitgeist, Philosophie und Wissenschaft sich gegenseitig? Wenn Wechselwirkungen zu beobachten sind, dann stellt sich die Frage nach der Sichtweise und Perspektive. Wie ist der Umgang damit? Was bleibt unsichtbar? Bilden sich so parallel zueinander verschiedene Richtungen, die wenig voneinander wissen? Ein Vortrag von Sandra Roth-Hauert welcher einlädt die Sichtweisen und Brücken zwischen diesen Disziplinen zu erforschen.
Inwiefern hat die Überflutung unserer Sinne mit wachsender Sprachlosigkeit zu tun? Wie überhaupt drückt sich diese aus? Wie können sich Menschen dennoch verständigen – über sprachliche Grenzen hinweg? Welche Voraussetzungen bedingen dies?
Diesen und weiteren Fragen spüren wir auf den Grund. Nach einem Impulsreferat tauschen wir uns darüber aus.
Podiumsdiskussion: Philosophie und Wissenschaft – Auf Augenhöhe oder im Dialog der Kritik?
Soll die Philosophie den anderen Wissenschaften vorschreiben, wie sie ihre Aufgaben bewältigen oder steht sie auf derselben Stufe und schafft selbst Wissen? Und worin unterscheidet sie sich dann von Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, wenn ihre eigentliche Stärke doch im kritischen Hinterfragen liegt? Diesen und weiteren Fragen wird in der Podiumsdiskussion mit eingeladenen Wissenschaftsphilosophen sowie Vertretung aus der Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation bzw. der Wissenschaftsjournalismus diskutiert. Seien Sie dabei, wenn es um die Rolle der Philosophie im Gefüge der Wissenschaften geht und warum diese Debatte heute relevanter ist denn je.
Wissenschaftlichkeit verspricht Beweisbarkeit und Logik, doch was geht dabei verloren? In dieser Veranstaltung experimentieren wir mit dem „Wundersamen“ des gemeinsamen Denkens: Ein Wunder ist nicht wiederholbar und lässt sich nicht beweisen, genau darin liegt sein philosophisches Potenzial. Unsere These: Der Anspruch auf ausschliessliche Logik hemmt neue Ideen und droht, Philosophie langweilig zu machen. Seien Sie Teil des Experiments und lassen Sie sich überraschen, wie Kreativität und neue philosophische Ideen oft gerade jenseits der Logik entstehen.
Wir wissen heute erstaunlich genau, welche Bedingungen das Wachstum junger Menschen fördern – und welche es hemmen. Warum handeln wir dennoch oft wider besseres Wissen? Ausgehend von Aristoteles fragt der Vortrag nach dem Unterschied zwischen Wissen und Weisheit und zeigt, weshalb Wissenschaft Philosophie braucht.
«Kosmos steht für die Schönheit, Ordnung und Harmonie unseres Universums. Doch warum erscheinen uns die Natur und ihre Gesetze so schön und harmonisch?
Ist Wahrheit immer schön – und Schönheit immer wahr? Ist Schönheit ein verlässliches Kriterium der Wahrheit – oder kann sie unsere Suche nach Wahrheit auch in die Irre führen?»
Dummheit und Fehlbarkeit als menschliche Ressourcen: Manuel Scheideggers philosophische Gegenposition zu KI-Euphorie und Perfektionswahn. Ein Plädoyer für mehr #BrainPositivity – mit einer interaktiven Lecture Performance.
Nach den einzelnen Veranstaltungen laden wir alle Veranstalter und Besucher ab ca. 22:00 Uhr in den KANZLEI Club zu einem gemeinsamen Kennenlernen ein. Bei einer Philosophie-Bücher-Tombola und einem Glas Wein werfen wir einen kurzen Rückblick auf die 11. Lange Nacht der Philosophie.
Warum zerfallen erfolgreiche Gesellschaften immer wieder, obwohl sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht unzerstörbar erscheinen? Der Vortrag präsentiert eine systematische Erklärung, die menschliche Natur, Umwelt, und Kultur berücksichtigt und zum Nachdenken über gegenwärtige Gesellschaften anregt.
Wie kommt es, dass wir in einer Welt leben, in der gleichzeitig so viel Wissen wie nie zuvor zugänglich ist und die dennoch nur so strotzt vor aller erdenklichen Dummheit?
Diesem offenkundigen Paradox wollen wir im philosophischen Gespräch auf den Grund gehen, in der Hoffnung, danach klüger zu sein.
Wissenschaft erklärt vieles – doch beantwortet sie auch die Frage, wie wir leben sollen? Gemeinsam erkunden wir die Grenze zwischen Wissen und Weisheit. Mit philosophischen Impulsen, interaktiven Dialogen und überraschenden Gedankenexperimenten lädt dieser Abend dazu ein, die eigene Sicht auf Wissenschaft und das gute Leben neu zu entdecken.
You use things every day you couldn’t actually explain if someone pressed you. «Wissenschaft und Philosophie» shares a motto for one night — and the small word joining the two turns out to hide more than anyone expects. Two hosts from Philosophical Minds Zurich pull it apart live, no notes, no easy answers.
Helmut Fahrenbachs Denken im Dialog zwischen Philosophie und anderen Wissenschaften – Online-Matinée mit einer Lesung und einer erläuternden Ausführung. Eine gemeinsame Veranstaltung des Talheimer Verlages, der Redaktion „bloch-akademie-newsletter“, der Redaktion „bloch-blog“.
Wir beschäftigen uns mit ausgewählten Kapiteln rund um das Phänomen des Wissens. Dabei unternehmen wir eine tour d’horizon von der Antike bis heute. Was bedeutet es überhaupt, wenn ich sage: «Das weiss ich.» Wie entwickelt sich Wissen, entwicklungspsychologisch und gesellschaftlich betrachtet usw.
Nicht die Sprüche sind es woran es fehlt, die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt sind Menschen die sie anwenden.
In jedem Menschen ist Sonne, man muss sie nur zum Leuchten bringen.
Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es so schwer.
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.
Das Geheimnis wartet auf Augen, die nicht vom Verlangen getrübt sind.
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.
Es ist besser das kleinste Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.
Wie kann man von Licht sprechen, wenn man nicht, wenigstens einmal, die Erfahrung der Finsternis gemacht hat?
Verteidige dein Recht zu denken. Denken und sich zu irren ist besser, als nicht zu denken.
Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.
Sei du die Veränderung, die du in der Welt suchst.
Das Geheimnis des außerordentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nichts weiter als Konsequenz.
Es gibt keine gefährlichen Gedanken; Das Denken an sich, ist gefährlich.
Kein Mensch, der in Furcht oder Sorge oder Chaos lebt, ist frei, aber wer sich von Sorgen, Furcht und Chaos befreit, wird dadurch auch aus der Sklaverei befreit.
Der Geist ist alles. Was du denkst, das bist du.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
Die Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt sondern eine Haltung der Seele.
Derjenige, der andere kennt, ist weise; derjenige, der sich selbst kennt, ist erleuchtet!
Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.
Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß schon alles besser.
Das Wahre, Einfache und Aufrichtige sagt der menschlichen Natur am meisten zu.
Nicht die Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden.
Eine edle Gesinnung steht allen offen.
Auch das größte Problem dieser Welt hätte gelöst werden können, solange es noch klein war.
Das Entscheidende am Wissen ist, dass man es beherzigt und anwendet.

